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Wie gemalt

Der Fotograf war keineswegs pedantisch,
er ließ den Mohn im Bild einfach verschwommen.
So leuchtet rot ein großes Feld. Gigantisch,
was wir natürlich hingetupft bekommen.

Die weißen Tupfer sind alte Bekannte,
wie auch Kamille jeden Feldrand schmückte,
bis Herbizid die Farben ganz verbannte,
und man nur noch mit Grüntönen beglückte.

Ein Maler kann auch dann die Stufen sehen,
die Ton in Ton, doch unterschiedlich zeigen,
wo Roggen, Weizen, Gerstenhalme stehen,
und sich im Spiel des Windes wiegend neigen.

Das Hinschaun macht sich allemal bezahlt:
Natur ist immer schön und wie gemalt.

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Aus meinem Buch:

Gedichte zu verschiedensten Situationen des Menschen in seiner Umgebung ausgehend von einem Foto. Widerspruch wird gern angenommen. Es ist dies das sechste Gedichtbuch in Folge.

Autorin: Anne Reimerdes
Taschenbuch: 68 Seiten
ISBN-13: 978-1540721679
Erschienen: 14. Dezember 2016

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