

Ein schönes Bild, gekonnt zerhackt,
fordert auf zum Zusammensetzen.
Zu Anfang findet man’s beknackt,
weil man vor Bergen sitzt mit Fetzen.
Man sucht Strukturen wie den Rand,
der schon einmal die Größe zeigt.
Und hast du endlich den Verband,
magst du verzweifeln, abgeneigt.
Da sind so viele kleine Stücke,
die ähnlich aussehn irgendwie.
Und innen bleibt ’ne große Lücke.
Das schafft ein einzelner doch nie!
Darum ist es bei uns so Sitte,
dass viele helfen – je nach Bild.
Das Puzzle kommt in unsre Mitte.
Geteiltes Bild ist halb so wild!

Ich bin Rentnerin, eigentlich ganz normal, aber auch ein bisschen verrückt. Mir ist das Reimen irgendwie in die Wiege gelegt, und jetzt, wo ich Zeit habe, lasse ich mich von Bildern zu Reimen inspirieren. Natürlich ergeben sich daraus Inhalte, die von Natur, zu Gesellschaft und anderen kleinen Fehlern reichen.
Tatsächlich sollte man die Gedichte ruhig zweimal lesen – oder mehrfach. Dann lohnt sich auch der Preis für die Bücher. Und die Bilder sind sowieso beachtenswert!