

Im Filz verschmelzen die Strukturen
einzelner Fäden zu ’nem Bausch.
Haarfeine Risse und Frakturen
machen aus harten Fasern Flausch.
Gestaucht, gedämpft, entstehen Formen,
die der Künstler modelliert.
Wenn allerdings Gesellschaftsnormen
verfilzen, ist das kleinkariert.
Solcher Filz lässt uns verzagen,
Strukturen sind zu fest gewebt.
Doch mir schwant, wir könnten wagen,
dass Gesellschaft sich erhebt.

Ich bin Rentnerin, eigentlich ganz normal, aber auch ein bisschen verrückt. Mir ist das Reimen irgendwie in die Wiege gelegt, und jetzt, wo ich Zeit habe, lasse ich mich von Bildern zu Reimen inspirieren. Natürlich ergeben sich daraus Inhalte, die von Natur, zu Gesellschaft und anderen kleinen Fehlern reichen.
Tatsächlich sollte man die Gedichte ruhig zweimal lesen – oder mehrfach. Dann lohnt sich auch der Preis für die Bücher. Und die Bilder sind sowieso beachtenswert!