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Zufallsgedicht
Über Winden

Die Macht der Winden liegt im Ranken.
Jeder Halm, der nur den „kleinen Finger“ gibt,
findet sich – sollte er sich bedanken? –
innig umwunden, gar zu eng geliebt.

Die hautnah enge Bindung kann erdrücken.
Streben nach Freiheit richtet sich nach oben.
Die Pflanzen können leider nicht verrücken,
so werden Winden auch emporgehoben.

Menschen und Tiere sind doch in der Lage,
was sie so fesseln will zu überwinden.
Man sieht aber am Ende dieser Tage,
dass manche Menschen keinen Abstand finden.

Je mehr wir selbst gefesselt sind und denken,
dass uns ein Thema nicht loslassen kann,
können uns andere ganz einfach lenken,
was unumwunden mal ganz frei begann.

Anne Reimerdes

Anne Reimerdes

Ich bin Rentnerin, eigentlich ganz normal, aber auch ein bisschen verrückt. Mir ist das Reimen irgendwie in die Wiege gelegt, und jetzt, wo ich Zeit habe, lasse ich mich von Bildern zu Reimen inspirieren. Natürlich ergeben sich daraus Inhalte, die von Natur, zu Gesellschaft und anderen kleinen Fehlern reichen.

Tatsächlich sollte man die Gedichte ruhig zweimal lesen – oder mehrfach. Dann lohnt sich auch der Preis für die Bücher. Und die Bilder sind sowieso beachtenswert!

stemple-beere

ALLE GEDICHTBÄNDE VON ANNE REIMERDES

Sich einen Reim darauf machen

With rhyme and reason