

Vierzig Jahre einer Ehe
bergen Wohl aber auch Wehe.
Einerseits ist man als Mann
meist nur Rad in dem Gespann,
wohingegen sie meist spürt,
wohin jenes Rad dann führt.
Vierzig Jahre eines Lebens
scheinen andrerseits vergebens,
Unterschiede auszuräumen,
wovon Mann und Frauen träumen.
Klüger handelt, wer geschickt
annimmt, wie der andre tickt.
Vierzig Jahre machen endlich
vieles allzu selbstverständlich,
was leicht dazu führt, dass auch
in tagtäglichem Gebrauch
die Gefühle atrophieren,
bis man droht, sie zu verlieren.
Vierzig Jahre, wie wir sehen,
ist hier sowas nicht geschehen.
Alle beide sind noch weiter
gefühlvoll, ganz entspannt und heiter.
Wer lenkt jetzt wirklich das Gespann?
Ist es die Frau, oder der Mann?

Ich bin Rentnerin, eigentlich ganz normal, aber auch ein bisschen verrückt. Mir ist das Reimen irgendwie in die Wiege gelegt, und jetzt, wo ich Zeit habe, lasse ich mich von Bildern zu Reimen inspirieren. Natürlich ergeben sich daraus Inhalte, die von Natur, zu Gesellschaft und anderen kleinen Fehlern reichen.
Tatsächlich sollte man die Gedichte ruhig zweimal lesen – oder mehrfach. Dann lohnt sich auch der Preis für die Bücher. Und die Bilder sind sowieso beachtenswert!