

Man spricht bei Nebel auch vom Schleier,
weil er die Sicht behindert, wenn auch zart.
Er deckt nicht ganz ab, doch als sei er
Weichzeichner deiner Optik, nicht so hart.
Kontraste werden etwas abgemildert,
du siehst nicht klar mehr, nur verschwommen.
Die Wirklichkeit wird nicht mehr rau geschildert,
und mag, gedämpft, verträglicher bekommen.
Ganz übel aber, wenn der Nebel dichter.
Dann siehst du gar nichts mehr vor deinen Augen,
erkennst von Weitem nicht mehr die Gesichter,
und hoffst, dass deine andern Sinne taugen.
Der Schleier wird zu einer weichen Decke,
durch die das Licht sich matt zerstreut.
Lust zu bewegen bleibt dann auf der Strecke
aus Angst vor Kollision, die man bereut.

Ich bin Rentnerin, eigentlich ganz normal, aber auch ein bisschen verrückt. Mir ist das Reimen irgendwie in die Wiege gelegt, und jetzt, wo ich Zeit habe, lasse ich mich von Bildern zu Reimen inspirieren. Natürlich ergeben sich daraus Inhalte, die von Natur, zu Gesellschaft und anderen kleinen Fehlern reichen.
Tatsächlich sollte man die Gedichte ruhig zweimal lesen – oder mehrfach. Dann lohnt sich auch der Preis für die Bücher. Und die Bilder sind sowieso beachtenswert!