Bärenjagd

Es ging ein Mensch auf Bärenjagd
bei Eisbergen und Schnee.
Die Kälte hat ihn nicht verzagt,
trotz Wind und rauer See.

Er hat die Sonne nicht gesehn,
so gleißend war das Licht.
Er konnte zwar noch vorwärts gehn,
wohin, wusste er nicht.

Da band man ihm den Bären auf,
dass er die Augen schließe,
um klar zu sehen im Verlauf,
damit ihn nichts verdrieße.

Er zog das Fell über die Ohren
von seiner Bärfell-Mütze.
Sonst wäre er bestimmt erfroren.
Die Jagd war zu nichts nütze.

Moral: lass doch das Jagen sein.
Die Bären sterben von allein.

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Aus meinem Buch:

Alltäglich brauchbare Gedichte zu allem Möglichen, was das Leben so bietet. Ernst und heiter. Einzeln zu lesen, und dann auch mehrfach.

Autorin: Anne Reimerdes
Taschenbuch: 68 Seiten
ISBN-13: 978-1542781732
Erschienen: 27. Januar 2017

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